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 Featured#  Phishing-Mails erkennen und Zugangsdaten schützen

 Veröffentlicht:  18. September 2026  \\  Autor:  [Thorsten Schulz](https://webdesign-hannover-laatzen.de/thorsten-schulz)Aktuell werden **Phishing-Mails** versendet, die angeblich von bekannten oder sogar **von eigenen E-Mail-Adressen** stammen. Die Nachrichten fordern Empfängerinnen und Empfänger dazu auf, ihr E-Mail-Konto über einen bereitgestellten Link zu bestätigen. Andernfalls, so die Behauptung, werde das Postfach deaktiviert oder gesperrt. Hinter solchen Aufforderungen steckt in der Regel der Versuch, Zugangsdaten zu stehlen oder Schadsoftware zu verbreiten.

Wir warnen deshalb unsere Kunden, Geschäftspartner und Websitebetreiber ausdrücklich vor vermeintlichen Sicherheitsmeldungen, Kontobestätigungen und angeblich notwendigen Reaktivierungen per E-Mail. Öffnen Sie keine darin enthaltenen Links und geben Sie niemals Zugangsdaten auf einer Seite ein, die Sie über eine unerwartete Nachricht erreicht haben.

Phishing-Mails werden zunehmend professionell gestaltet. Absendernamen, Firmenlogos, Farben und Formulierungen können den Eindruck erwecken, dass eine Nachricht vom eigenen Hostinganbieter, Administrator oder E-Mail-Dienst stammt. Selbst die angezeigte Absenderadresse ist kein verlässlicher Beweis für die Echtheit einer E-Mail. Sie kann technisch gefälscht oder lediglich im sichtbaren Absenderfeld vorgetäuscht werden.

![Warnung vor Phishing-Mails mit gefälschten Absendern und manipulierten Links](https://webdesign-hannover-laatzen.de/images/news/phishing-mail.png)

Ein aktueller Fall zeigt, wie gezielt die Täter vorgehen: Eine E-Mail wurde scheinbar von einer nicht existierenden Supportadresse der eigenen Domain versendet. In der Nachricht wurde zur Bestätigung des E-Mail-Kontos aufgefordert. Der sichtbare Link vermittelte den Eindruck, zu einer unternehmenseigenen Webmail-Seite zu führen. Das tatsächliche Linkziel lag jedoch auf einer vollkommen fremden Domain. Genau diese Kombination aus gefälschtem Absender, angedrohter Kontosperrung und verschleiertem Linkziel ist typisch für Phishing.

## Was ist Phishing?

Beim Phishing versuchen Kriminelle, vertrauliche Informationen über gefälschte Nachrichten und Internetseiten abzugreifen. Besonders häufig geht es um Passwörter für E-Mail-Konten, Kundenportale, Onlineshops, Bankzugänge oder Content-Management-Systeme. Die Empfänger sollen glauben, dass eine dringende Handlung erforderlich ist. Dafür werden vermeintliche Sicherheitsprobleme, ablaufende Passwörter, gesperrte Konten, offene Rechnungen oder fehlgeschlagene Zustellungen vorgetäuscht.

Ein angeklickter Link führt häufig auf eine nachgebaute Anmeldeseite. Diese kann dem Original auf den ersten Blick sehr ähnlich sehen. Werden dort Benutzername und Passwort eingegeben, gelangen die Daten jedoch unmittelbar an die Täter. Mit einem übernommenen E-Mail-Konto können anschließend weitere Nachrichten verschickt, Passwortzurücksetzungen ausgelöst oder vertrauliche Kommunikation eingesehen werden.

### Was ist das Ziel einer Phishing-Mail?

**Kurzantwort:** Phishing-Mails sollen Empfänger zur Preisgabe von Zugangsdaten, zur Öffnung schädlicher Dateien oder zur Ausführung einer betrügerischen Zahlung bewegen.

## Warum gefälschte Absender glaubwürdig wirken

Die im E-Mail-Programm angezeigte Absenderadresse lässt sich manipulieren. Eine Nachricht kann deshalb scheinbar von der eigenen Domain, einem Kollegen, einem bekannten Unternehmen oder einer vertrauten Kontaktperson stammen, obwohl sie tatsächlich von einem fremden System versendet wurde. Dieser Vorgang wird als E-Mail-Spoofing bezeichnet. Der sichtbare Absender allein reicht daher nicht aus, um die Echtheit einer Nachricht zu beurteilen.

Besonders auffällig sind Nachrichten, die von Adressen stammen, die im eigenen Unternehmen überhaupt nicht eingerichtet wurden. Doch auch eine tatsächlich vorhandene Adresse im Absenderfeld beweist nicht, dass das zugehörige Postfach gehackt wurde. Häufig wurde lediglich die Adresse gefälscht. Eine technische Prüfung der vollständigen E-Mail-Kopfzeilen kann zeigen, über welche Server die Nachricht versendet wurde und ob Prüfungen wie SPF, DKIM oder DMARC erfolgreich waren.

### Wurde mein Postfach gehackt, wenn meine Adresse als Absender erscheint?

**Kurzantwort:** Nicht zwangsläufig. Die Adresse kann ohne Zugriff auf das echte Postfach als Absender eingetragen worden sein. Sicherheit bringt eine Prüfung der vollständigen E-Mail-Header.

## Manipulierte Links zuverlässig erkennen

Ein sichtbarer Linktext muss nicht mit dem tatsächlichen Ziel übereinstimmen. In einer Phishing-Mail kann beispielsweise die Adresse des eigenen Webmail-Zugangs angezeigt werden, während der hinterlegte Link auf eine fremde Domain führt. Teilweise werden zusätzlich Weiterleitungen über bekannte Suchmaschinen oder andere Dienste eingebaut. Dadurch soll das wahre Ziel verschleiert und das Vertrauen der Empfänger erhöht werden.

Bewegen Sie den Mauszeiger über einen Link, ohne ihn anzuklicken. Viele E-Mail-Programme zeigen anschließend das tatsächliche Ziel am unteren Rand des Fensters oder direkt neben dem Mauszeiger an. Auf einem Smartphone lässt sich ein Link häufig durch längeres Berühren prüfen. Stimmen der sichtbare Text und die angezeigte Zieladresse nicht überein, sollte die Nachricht als verdächtig behandelt werden. Achten Sie besonders auf unbekannte Domainnamen, Schreibfehler, zusätzliche Wörter und ungewöhnliche Domainendungen.

### Wie kann ein Link geprüft werden, ohne ihn zu öffnen?

**Kurzantwort:** Fahren Sie am Computer mit der Maus über den Link oder halten Sie ihn auf einem Mobilgerät gedrückt. Öffnen Sie ihn nicht, wenn das tatsächliche Ziel unbekannt oder abweichend ist.

## Typische Warnsignale in Phishing-Mails

Phishing lässt sich selten anhand eines einzigen Merkmals erkennen. Meist ergibt sich der Verdacht aus mehreren Auffälligkeiten. Dazu zählen eine unpersönliche Anrede, ungewöhnliche Formulierungen, sprachliche Fehler, fremde Linkziele, unerwartete Anhänge und die Androhung negativer Konsequenzen. Aussagen wie „Bestätigen Sie Ihr Konto sofort“ oder „Ihr Postfach wird deaktiviert“ sollen Zeitdruck erzeugen und eine sorgfältige Prüfung verhindern.

Misstrauisch sollten Sie ebenfalls werden, wenn eine Nachricht technische Maßnahmen verlangt, die Ihnen zuvor nicht angekündigt wurden. Seriöse Administratoren und Hostinganbieter fordern ihre Kunden nicht über einen beliebigen externen Link zur Eingabe von Passwörtern auf. Auch sichtbare HTML-Fragmente, falsch geschriebene Internetadressen oder ungewöhnliche Zeichen im Nachrichtentext können Hinweise auf automatisiert erzeugte oder fehlerhaft verschleierte Phishing-Inhalte sein.

### Woran erkennt man eine Phishing-Mail besonders schnell?

**Kurzantwort:** Dringende Handlungsaufforderungen, angedrohte Sperrungen, unbekannte Linkziele, unerwartete Anhänge und gefälschte Absender gehören zu den wichtigsten Warnsignalen.

## So reagieren Sie auf eine verdächtige E-Mail

Klicken Sie keine Links an, öffnen Sie keine Anhänge und antworten Sie nicht auf die Nachricht. Melden Sie die E-Mail in Ihrem Programm als Phishing oder Spam und löschen Sie sie anschließend. Wenn sich die Nachricht auf ein angebliches Problem mit Ihrem E-Mail-Konto bezieht, öffnen Sie den bekannten Administrationsbereich oder Webmail-Zugang manuell über ein gespeichertes Lesezeichen beziehungsweise über die Ihnen bekannte Internetadresse.

Kontaktieren Sie bei Unsicherheit Ihren zuständigen Administrator oder Hostinganbieter über einen bereits bekannten Kommunikationsweg. Verwenden Sie dafür nicht die Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder Kontaktseite aus der verdächtigen Nachricht. Eine Rückfrage ist besonders sinnvoll, wenn die E-Mail Bezug auf eine bestehende Geschäftsbeziehung, eine Rechnung, einen bekannten Mitarbeiter oder ein tatsächlich genutztes System nimmt.

### Was sollte ich mit einer verdächtigen E-Mail tun?

**Kurzantwort:** Öffnen Sie keine Links oder Anhänge, markieren Sie die Nachricht als Phishing und lassen Sie sie bei Bedarf von Ihrem Administrator prüfen.

## Was nach einem Klick zu tun ist

Ein versehentlicher Klick bedeutet nicht automatisch, dass ein Konto übernommen oder ein Gerät infiziert wurde. Entscheidend ist, was nach dem Öffnen der Seite passiert ist. Wurden keine Daten eingegeben, keine Datei heruntergeladen und keine Sicherheitsabfrage bestätigt, schließen Sie die Seite. Prüfen Sie anschließend, ob Downloads gestartet wurden, und führen Sie mit einer aktuellen Sicherheitssoftware einen vollständigen Scan des Geräts durch.

Informieren Sie Ihren Administrator, damit der Vorfall bewertet und das Ziel gegebenenfalls blockiert werden kann. Löschen Sie verdächtige Downloads nicht unüberlegt, wenn eine technische Untersuchung erforderlich ist. Öffnen oder starten Sie die Dateien jedoch keinesfalls. Browser, Betriebssystem und Sicherheitssoftware sollten zeitnah aktualisiert werden, damit bekannte Sicherheitslücken geschlossen sind.

### Ist bereits der Klick auf einen Phishing-Link gefährlich?

**Kurzantwort:** Ein Klick kann ein Risiko darstellen, führt aber nicht automatisch zu einem Schaden. Besonders kritisch sind eingegebene Zugangsdaten, bestätigte Berechtigungen und heruntergeladene Dateien.

## Maßnahmen nach der Eingabe von Zugangsdaten

Wenn Sie auf einer verdächtigen Seite einen Benutzernamen und ein Passwort eingegeben haben, besteht unmittelbarer Handlungsbedarf. Ändern Sie das Passwort über die echte Website des jeweiligen Anbieters. Verwenden Sie dafür möglichst ein anderes, vertrauenswürdiges Gerät. Falls dasselbe Passwort auch bei weiteren Diensten verwendet wurde, müssen diese Zugangsdaten ebenfalls geändert werden.

Kontrollieren Sie im betroffenen E-Mail-Konto hinterlegte Weiterleitungen, Filterregeln, Abwesenheitsmeldungen, Wiederherstellungsadressen und angemeldete Geräte. Angreifer richten häufig unauffällige Regeln ein, um Kopien eingehender Nachrichten zu erhalten oder Sicherheitswarnungen automatisch zu löschen. Prüfen Sie außerdem den Ordner mit gesendeten Nachrichten. Informieren Sie Kontakte, falls über das Konto bereits verdächtige Mitteilungen verschickt wurden.

### Was ist nach der Eingabe eines Passworts auf einer Phishing-Seite zu tun?

**Kurzantwort:** Ändern Sie das Passwort sofort, beenden Sie unbekannte Sitzungen, prüfen Sie Weiterleitungen und Regeln und informieren Sie den zuständigen Administrator.

## E-Mail-Konten dauerhaft besser schützen

Für jedes Konto sollte ein eigenes, ausreichend langes Passwort verwendet werden. Ein Passwortmanager erleichtert die sichere Verwaltung unterschiedlicher Zugangsdaten und warnt häufig, wenn ein gespeichertes Passwort auf einer fremden Domain eingegeben werden soll. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet eine zusätzliche Schutzebene, weil ein gestohlenes Passwort allein dann meist nicht für eine Anmeldung ausreicht.

Auch die technische Konfiguration der eigenen Domain spielt eine wichtige Rolle. SPF, DKIM und DMARC helfen empfangenden Mailservern dabei, gefälschte Nachrichten zu erkennen und entsprechend zu behandeln. Diese Verfahren verhindern nicht jede betrügerische E-Mail, erschweren jedoch den Missbrauch einer Domain. Regelmäßige Updates, aktuelle Sicherheitssoftware, geschulte Mitarbeitende und klar definierte Meldewege ergänzen den technischen Schutz.

### Welche Maßnahmen schützen besonders wirksam vor Phishing?

**Kurzantwort:** Individuelle Passwörter, ein Passwortmanager, Zwei-Faktor-Authentifizierung, aktuelle Systeme sowie korrekt eingerichtete SPF-, DKIM- und DMARC-Einträge reduzieren das Risiko erheblich.

## Unterstützung durch die Werbeagentur Schulz-Design

Die [Werbeagentur Schulz-Design](https://www.schulzdesign.info/ "Werbeagentur Schulz-Design") unterstützt Kunden bei der technischen Betreuung ihrer Websites und bei der Einordnung verdächtiger Nachrichten im Zusammenhang mit [Webhosting](https://webdesign-hannover-laatzen.de/webhosting "Webhosting"), Domains, E-Mail-Konten oder Content-Management-Systemen. Wenn Ihnen eine angebliche Sicherheitsmeldung ungewöhnlich vorkommt, handeln Sie nicht unter Zeitdruck. Eine kurze Prüfung kann verhindern, dass Zugangsdaten in falsche Hände geraten.

Leiten Sie eine verdächtige Nachricht möglichst als Anlage weiter, damit die ursprünglichen Kopfzeilen erhalten bleiben. Ein einfacher Screenshot zeigt zwar den Inhalt, enthält jedoch nicht alle technischen Versandinformationen. Passwörter oder andere vertrauliche Zugangsdaten dürfen niemals per E-Mail übermittelt werden. Die Werbeagentur Schulz-Design fordert Kunden nicht über einen unangekündigten Link in einer E-Mail dazu auf, ihr Passwort auf einer fremden Website einzugeben.

### Kann die Werbeagentur Schulz-Design eine verdächtige Nachricht prüfen?

**Kurzantwort:** Ja. Kunden können verdächtige Nachrichten zur Prüfung übermitteln. Idealerweise wird die Originalnachricht als Anlage weitergeleitet, damit die technischen Kopfzeilen erhalten bleiben.

## Häufige Fragen zu Phishing-Mails

### Kann eine Phishing-Mail von meiner eigenen Domain stammen?

Die sichtbare Absenderadresse kann gefälscht sein. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Nachricht über Ihren Server verschickt oder Ihr Postfach übernommen wurde.

### Kann auch eine nicht existierende E-Mail-Adresse als Absender erscheinen?

Ja. Kriminelle können eine frei erfundene Adresse Ihrer Domain in das sichtbare Absenderfeld eintragen. Ob die Adresse tatsächlich eingerichtet ist, spielt für diese Darstellung zunächst keine Rolle.

### Warum führt ein vermeintlich seriöser Link auf eine fremde Website?

Der sichtbare Linktext und die technisch hinterlegte Zieladresse können voneinander abweichen. Dadurch soll eine vertrauenswürdige Adresse vorgetäuscht werden.

### Sollte ich auf eine Phishing-Mail antworten?

Nein. Eine Antwort kann bestätigen, dass Ihre Adresse aktiv genutzt wird. Markieren Sie die Nachricht als Phishing und löschen Sie sie anschließend.

### Fordert ein Administrator Passwörter per E-Mail an?

Passwörter sollten grundsätzlich nicht per E-Mail abgefragt oder versendet werden. Zugangsdaten dürfen nur auf einer eindeutig geprüften und bekannten Anmeldeseite eingegeben werden.

## Im Zweifel erst prüfen, dann handeln

Phishing-Angriffe nutzen Unsicherheit, Vertrauen und Zeitdruck. Nehmen Sie sich deshalb einige Augenblicke, um Absender, Inhalt und Linkziel zu kontrollieren. Eine angedrohte Kontosperrung ist kein Grund, einen unbekannten Link zu öffnen. Rufen Sie die bekannte Website des Anbieters manuell auf oder wenden Sie sich direkt an Ihren Ansprechpartner.

Sie haben eine verdächtige Nachricht erhalten und sind Kunde der Werbeagentur Schulz-Design? Senden Sie uns die betreffende E-Mail zur technischen Einschätzung möglichst als Anlage. Sie erreichen uns per E-Mail unter <info@schulzdesign.info> oder telefonisch unter [0511 470 55 33](tel:+495114705533).
